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Montag, 15. Mai 2017

Der sechste Tag: 13.5.2017 Vollem bis Bad Münstereifel

Am heutigen Tag ist mir endgültig klar geworden, dass mein Vorhaben, mit dem Grundgesetz durch Deutschland zu wandern, keine einfache Sache ist und sein wird. Der Text, die Orte, die Begegnungen mit Menschen, das alles ist sehr intensiv und oft sehr aufwühlend.

Heute morgen nach einem kleinen, mal wieder nicht beabsichtigten Schlenker über Weyer ging es noch einmal zu den Kakushöhlen und von dort in Richtung Pesch. Danach zum Matronen-Heiligtum in der Nähe von Nöthen, einer alten keltisch-römischen Tempelanlage, die offenbar unter anderen den drei Matronen gewidmet war, deren Steinrelief auch in der Kirche von Weyer gefunden wurde.
Dort habe ich an jedem der drei Tempelbezirke einmal die Grundrechte rezitiert. Das war ein merkwürdig beunruhigendes und starkes Erlebnis.
Ich kokettiere manchmal gerne mit meinem im Grunde magischen Weltverständnis. Aber an diesem Ort wurde mir es zwischendurch etwas mulmig. Am ersten Tempel hatte ich ganz stark das Gefühl von Widerstand, der von außen auf mich einwirkte. Als ob ich da nicht willkommen gewesen wäre. Die "Götter" dieses Ortes haben mich offenbar als Eindringling wahrgenommen. Das Grundgesetz als Konkurrent zu anderen "heiligen" Texten??
Im mittleren Tempel habe ich mich in ein mit Steinen bezeichnetes Sechseck gestellt, das einen geomantischen Punkt anzeigen soll. Da war ganz klar das Gefühl, dass meine Füße kribbelten, eine Empfindung, die vorher und nachher nicht wahrnehmbar war.
Im dritten Tempelraum gab es dann keine außergewöhnlichen Gefühle mehr, aber es blieb eine sehr anstrengende Aktion.

"Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet." GG Art.4, Abs. 2.
Das gilt auch für Orte wie das keltisch-römische Heiligtum.

Danach ging es weiter nach Nöthen, wo wir in der deutsch-französischen Bäckerei gerade noch mit Kaffee und Kuchen stärken konnten. Eigentlich war schon seit 12 Uhr geschlossen.

Dann haben wir uns an den Abstieg nach Bad Münstereifel gemacht, den wir mit Wassertreten am Kurgarten krönen konnten. Auf einer Karte am Straßenrand fand ich den Hinweis auf einen Europaplatz direkt an der Stadtmauer von Bad Münstereifel. Ein guter Ort für die nächste Rezitation, die ich dort um 15.30 Uhr gemacht habe.
Der Europaplatz erwies sich als Parkplatz mit einem kleinen Eck, wo neben zwei Bänken ein Stein steht mit den Emblemen der Partnerstädte.
Bad Münstereifel ist ja mittlerweile ein sogenanntes "City Outlet", also ein Ort, der sich ganz auf die Logik des Kapitalismus und des dazugehörigen Konsums verlässt, um "erfolgreich" zu sein. Das ist sicher ein Wagnis, denn die Aussicht auf Schnäppchen  zieht bestimmte Menschen an und stößt andere ab. Das muss man wollen...
Die Rezitation hat nach außen eine relativ schwache Resonanz entfaltet, die Passanten zeigten sich mal wieder scheu und vermieden den Kontakt. Nach innen war die Resonanz sehr stark und aufwühlend. Die Grundrechte erweisen sich durch die Wiederholung mehr und mehr als sehr wirksam auf mich und mein inneres System.
Aufstieg zur Jugendherberge in Rodert. Sehr anregende Gespräche mit Frau Keller vom Team und einem Wanderführer aus Köln.
Trotz eines Großaufgebotes von Vätern, die mit ihren Kindergartenkindern dort das Wochenende verbrachten, war die Nacht ruhig....

Fundstücke:
Esel mit Pony und Ziege





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