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Freitag, 20. April 2018

Der 17. Tag: 20. April 2018

Auf dem ersten Teilstück der heutigen Wanderung vom Hotel in Oberveischede zur Hohen Bracht (schöner Weg mit einigen Höhenmetern) bin ich mit der gestern schon auftauchenden Frage durch die Wälder gestreift, was ich hier eigentlich mache. Konkret habe ich mir überlegt, in welchem Feld, oder besser: Wirkungsfeld ich mich mit der GG-Wanderung bewege. Wenn ich den Text des GG (bzw. der Grundrechte) im Zentrum der Wanderperformance positioniere, dann gibt es drei Pole, auf die der Text prinzipiell wirken kann:
- auf die Menschen, die mir zuhören, die den Blog lesen und mit denen ich wie und wann auch immer über meine Aktion ins Gespräch komme.
- auf die Orte, an denen ich den Text rezitiere
- und auf mich selbst!

Diese vier Pole Text, Leute, Orte, ich wirken in alle möglichen Richtungen aufeinander.
Ich glaube, ich kann die Wirkung auf mich selbst wieder etwas stärker in den Fokus bringen - statt damit zu hadern, keine direkte Wirkung bei den Menschen zu erzielen. Darum geht es ja gar nicht. Für den Performance-Charakter der Aktion ist es viel bedeutender, mich dauernd in der Position des Forschers und des Versuchskaninchens zu halten (respektive des "langsamen Versuchshasen").
Dazu gehört auch, je nach Laune, die Grundrechte des GG während des Gehens nur für mich zu rezitieren. Das habe ich heute getan und werde es weiterhin praktizieren.



Zwischenstation war heute die Hohe Bracht, ein Aussichtspunkt oberhalb von Bilstein, mit Turm und Gebäude, die wahrscheinlich aus den 1920er Jahren stammen. Anklänge ans Bauhaus sind unverkennbar.
Letzten November wurde der frisch restaurierte Ort neu eröffnet, inklusive eines Waldweges für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer!
Das Ganze ist demnach ein Beispiel für die aktive Umsetzung von Artikel 3 Abs.3: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."






















Ein guter Ort für eine Rezitation um 12.30 Uhr an einem Ruheplatz des Waldweges für Rollstuhlfahrer an der Hohen Bracht.


















Vorher gab es auf der Terrasse Kaffee und Kartoffelsuppe (beides gut). Außerdem habe ich mit dem jungen neuen Pächter gesprochen, der erzählte, wie die Regeln des Denkmalschutzes die Renovierung beeinflusst haben. Das Ergebnis ist gelungen. Der Ort strahlt eine angenehme Atmosphäre aus.
Von der Hohen Bracht ging es in der apriluntypischen Mittagshitze bergab nach Bilstein, einem weiteren etwas zu sauberen und schmucken Örtchen auf meinem Weg.
Mein Plan war, in der Jugendherberge, die in der sehr schön gelegenen Burg aus dem 13. Jahrhundert eingerichtet ist, nach einer Einzelunterkunft zu fragen und den Rest des Tages hier entspannt zu verbringen. Das ist auch soweit gelungen, wenn man davon absieht, dass ich das jugendherbergliche Kleinkindaufkommen an einem Freitag klar unterschätzt habe.


Fundstücke:


Frosch im Herbergsbrunnen





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